Fastenzeit 2015 – 18. Februar bis 4. April

von Emilia Schmidt 5. Februar 2015


Die christliche Fastenzeit, also der Zeitraum zwischen Aschermittwoch und Karsamstag, ist ein uralter Brauch. Die festgelegte Dauer von vierzig Tagen erinnert an die ebenso lange Dauer des Fastens Jesu in der Wüste. 2015 wird die Fastenzeit vom 18. Februar, Aschermittowch an bis zum vierten April dauern. Der christliche Hintergrund der im vierten Jahrhundert eingeführten Fastenzeit ist es, durch Verzicht Gottes Segen zu erlangen. Beschränkte sich der Verzicht ursprünglich auf Nahrung beziehungsweise bestimmte Nahrungsmittel, so hat das moderne Leben auch in der Fastenzeit Einzug gehalten.

Das klassische Fasten

Das klassische Fasten bedeutet den Verzicht auf Essen, es darf nur Wasser oder Tee getrunken werden. Eine weniger strenge Auslegung erlaubt auch Fruchtsäfte und Gemüse, Fleisch darf keines gegessen werden. Neben der spirituellen Erfahrung steht die Reinigung des Körpers im Vordergrund. Es kommt zu einer Veränderung des Stoffwechsels, der Körper greift auf vorhandene Fettreserven zurück. Dadurch sinken Blutzucker und Cholesterin, was sicher ein sehr positiver Nebeneffekt ist. Es liegen verschiedene Studien vor welche belegen sollen, dass Arthroseschmerzen deutlich schwächer sind, auch Entzündungssymptome bei Neurodermitis oder Rheuma sollen geringer ausfallen.

Zum Abnehmen ist Fasten nur bedingt zu empfehlen, da es zu Mangelerscheinungen kommt, darüber hinaus können auch Herzrhythmusstörungen und andere Probleme auftreten. Der Körper senkt beim Fasten den Energieumsatz, die Energiespeicher (Fettreserven) trachtet der Körper aber nach dem Fasten wieder aufzufüllen, der gefürchtete Jojo Effekt ist die Folge.

Das moderne Fasten

Die modernen Arten des Fastens sehen anders aus. Viele, auch junge Menschen, verzichten entweder auf Schokolade, Zigaretten, Internetnutzung oder Alkohol. Kaffeejunkies trinken keinen Kaffee mehr oder reduzieren zumindest den täglichen Konsum. Wer ständig im Auto unterwegs ist, kann auch „Autofasten“, also versuchen so weit wie möglich auf den fahrbaren Untersatz zu verzichten. Ist man es gewohnt, jeden Abend ins Cafe zu gehen, kann man ja auch Kaffeehausfasten und für einige Wochen auf den Besuch verzichten.

Prinzipiell ist es egal worauf man in der Fastenzeit verzichtet, der Körper und auch die Seele werden in jedem Fall davon profitieren.

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