Die Zukunft von Mobile Payment

von Emilia Schmidt 29. September 2014


Wer hat heute schon dauernd Scheine und Kleingeld dabei? Es verstopft nur die Hosentaschen, ist schwer und man hat auch einen unangenehmen Geruch an den Finger, nachdem man Kleingeld verwendet hat. Im Grunde hat Bargeld also nur Nachteile. Selbstverständlich kann man damit alles kaufen, doch das geht heute auch schon anders. Immerhin leben wir im Zeitalter der Technologie und des Fortschritts. Deswegen ist es nicht ungewöhnlich, dass man heute gar kein Bargeld mehr benötigt. Mobil Payment ist das Zauberwort. Diese Bezahlmethode ist seit kurzer Zeit im Trend und wird immer populärer. Doch was genau ist das?

Wie funktioniert Mobile Payment?

In den meisten Fällen muss man eine App herunterladen. Diese ist oftmals vollkommen kostenlos. Nach dem Herunterladen muss man eine Registrierung durchführen. Hier werden auch die Kontodaten eingegeben, welche natürlich unter Verschluss gehalten werden. Jeder Nutzer hat einen vierstelligen PIN. Dieser kann dann direkt an der Kasse genutzt werden, wenn man mobil bezahlen möchte. Auch das Ausdrucken des Kassenbons ist nicht mehr notwendig. Dieser erscheint in der Folge auf dem Smartphone- oder Tabletbildschirm. Dort wird der Kassenbon auch automatisch gespeichert. Zum Großteil funktioniert das Mobil Payment oder die Technik der Near Field Communication (NFC). Durch einen integrierten Chip und Funktechnik ist es möglich, dass die Daten per internationalem Übertragungsstandard über kurze Strecken übermittelt werden können. Im Gegensatz zum Bluetooth sind keine Eingaben notwendig. Das Smartphone oder Tablet muss natürlich mit NFC ausgestattet sein. Nun muss man es nur etwa vier Zentimeter Entfernung an das Terminal halten und schon wird der Betrag abgezogen.

Die Zahlen steigen

Immer mehr Anbieter tummeln sich auf dem E-Commerce-Marke. Auch im stationären Handel wir Mobile Payment verstärkt eingesetzt. Supermärkte wie Netto oder Edeka haben diese Zahlungsart schon in ihrem Angebot. Die zahlreichen Anbieter unterscheiden sich meist in Form ihrer Systeme, welche sie nutzen. Im Grunde ist es aber egal, welches Variante man verwendet. Die Zahlen sprechen für sich: Im laufenden Jahr werden die mobilen Transaktionen etwa 235 Milliarden US-Dollar betragen.

Insofern ist der Wert um 44 Prozent noch zum Jahre 2012 angestiegen. Zusätzlich gehört Mobile Payment zu einer der wichtigsten Faktoren des profitablen Cross-Channel-Marketings. Je nach App ist es möglich, dass der Kunde den QR-Code eines gewünschten Produkts durch die Kamera einscannen kann. Sofort kann das Produkt bestellt und auch mobil bezahlt werden.

Die kleinen Hürden beachten

Es gibt viele unterschiedliche Bezahldienste, welche wiederum mit diversen Systemen und Techniken funktionieren. Von der virtuellen Geldbörse über Apps bis zu Add-Ons oder Kartenlesegerät für Smartphones. Dennoch hat das Mobile Payment auch einige Hürden. Es wird noch einige Jahre dauern bis sich das mobile Bezahlen wirklich flächendeckend etabliert hat. Heute gibt es nur einige wenige Anbieter. Allerdings hat man dagegen viel mehr Möglichkeiten im Internet. Elektronikshops wie Euronics und Co. haben das Mobile Payment fest im Griff. Es wird jedem Kunden angeboten. Doch auch viele Versandhäuser im Internet bietet diese Bezahlart an. Ein weiteres wichtiges Thema ist natürlich die Sicherheit. Viele Kunden haben Angst, dass die sensiblen Kontodaten nicht sicher genug sind. Immerhin werden sie auf einem mobilen Server abgelegt. Allerdings gibt es auch hier eine Lösung. Es gibt schon Anbieter, welche verschlüsselte Server im Angebot haben. Diese übermitteln die Kontodaten sicher und anonym. Dennoch kann man einem Betrugsversuch niemals vollkommen ausweichen. Das ist aber auch bei Kreditkarte, Bankkarte und Co. der Fall.

Eine technische Hürde stellen dagegen Smartphones da, welche nicht über NFC verfügen. Diese sind noch recht verbreitet und auch neue Modelle sind nicht immer NFC-fähig. Gerade einer der beliebtesten Marken, Apple, unterstützt diese Technologie bisher nicht. Deswegen geht nur rund zwei Prozent des Mobile Payments heute über das Handy. Allerdings wird der Wert steigen. In Zukunft kann Mobile Payment viele unterschiedliche Zahlungsmethoden ersetzen oder ergänzen.

Die Vor- und Nachteile im Überblick

Vorteile:

  • Schnell und einfach bezahlen, vollkommen ohne Karte oder Bargeld.
  • Der Handel spart bei den Transaktionen, da Bargeldversorgung und -Einzahlung wegfallen.
  • Mobile Payment ist wesentlich hygienischer. Gerade im Lebensmittelhandel muss kein Bargeld mehr angefasst werden.
  • Neben den reinen Zahlungsinformationen können Händler und Anbieter auch Marketinginformationen, wie Rabatte, weitergeben.
  • Die Kundendaten erlauben Data Mining.
  • Geringeres Verlustrisiko für den Kunden, falls das Prepaid-Verfahren verwendet wird.

Nachteile:

  • Ein Identitätsdiebstahl ist durch unbemerkte Scans möglich.
  • Alle Transaktionen des Nutzers werden verfolgt und aufgezeichnet.
  • Schwerwiegende Folgen, falls man sein Gerät einmal verlieren sollte.
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