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Wie Elitepartner die Partnersuche zum Abkassieren nutzt!

von Emilia Schmidt 26. September 2014


Für viele steht es bei den Ansprüchen an ihr Lebensglück ganz oben – eine erfüllte Partnerschaft. Doch zunehmender Stress im Arbeitsalltag, immer weniger Freizeit und nicht zuletzt vielleicht Schüchtern- oder Unsicherheit dem anderen Geschlecht gegenüber tragen dazu bei, dass immer mehr Single sind und auch bleiben. Da scheint der letzte Ausweg oft der Weg zu einer Partnervermittlung. Diese Agenturen im Internet boomen, doch nicht immer ist deren Anspruch an Seriosität gleich hoch wie der Wunsch des Kunden nach einer neuen Liebe oder Beziehung.

Partnersuche als Kostenfrage

Vorsicht, Abzocke! TastaturIn Deutschland gibt es derzeit knapp 16 Millionen Singles, wobei der eine oder andere bei seinem Wunsch nach einem Partner bei Elitepartner.de landet. Diese sind immerhin einer der größten und bekanntesten Onlinevermittlungsagenturen. Doch bald werden die Kunden von der Realität auch im Internet eingeholt und die ist meist mit durchaus finanziellem Aufwand verbunden. Elitepartner bietet zwar zum Einstieg ein Schnupperabo an, das kostenlos ist, doch wer sich anschließend gegen den Anbieter entscheidet und kündigt, erhält eine Rechnung, die Herzklopfen im negativen Sinn verursacht. Ehemalige Kunden berichten, dass eine Kündigung oftmals nicht oder nur schwer akzeptiert wird und Sie sich in einer „Abofalle“ befinden.

Verlockung der kostenpflichtigen Premiummitgliedschaft

Viele, die sich bei Elitepartner.de anmelden, sind erstmals angetan über das professionelle Auftreten. Da gibt’s ein Profil zum Ausfüllen, das angeblich von Experten des Onlinevermittlers analysiert und entsprechend bewertet wird. Wer sich auf ein kostenloses Abo über 14 Tage entscheidet, stellt bald fest, dass er online quasi nichts tun kann. Er kann keine anderen Profile aufrufen, geschweige denn Anschreiben beantworten. Alles, was wirklich Sinn auf dem Weg zum neuen Partner macht, kostet bei Elitepartner.de. Wenn man sich dann für eine Premiummitgliedschaft entscheidet, wird die meist gleich mit einer Gebühr für zwei Jahre angeboten.

Was auf den ersten Blick nicht erkenntlich ist, dass sich diese Mitgliedschaft automatisch verlängert. Auch wenn der eigene Account deaktiviert ist. Da stellt sich die Frage, wie viel Vertrauen, Elitepartner.de in seine Vermittlungsarbeit hat, wenn dieser Prozess so lange dauern soll. Oder geht’s gar wieder nur um das lukrative Geschäft?

Kündigung nicht leicht gemacht

Wer ein Probeabo abschließt, hat grundsätzlich die Möglichkeit innerhalb von 14 Tagen dies zu kündigen. Doch auch das ist nicht so einfach, wenn man Mitglied bei Elitepartner.de ist. Denn zum Einen ist die Frage, ob die Kündigung überhaupt anerkannt wird, und zum Anderen wird bei Akzeptanz ein Betrag in Rechnung gestellt, der nicht gering ausfällt. Da werden bis zu 75 Prozent eines jährlichen Mitgliedbeitrages als sogenannter Wertersatz für die bisher in Anspruch genommenen Leistungen verrechnet. Profilanalyse und die Möglichkeit, eingehende Mails anderer Profilnutzer von Elitepartner zu nutzen schlägt damit mit einem sündhaft teuren Betrag zu Buche. Betroffene berichten von einer Summe von 35,00 Euro pro geschriebene Nachricht auf dem Profil. Da kann der eine oder andere schon die Seriosität bezweifeln.

Aus der Abofalle klagen

Wer in dieser Abofalle gefangen ist kommt nur schwer daraus. Bei Beiträgen von über 400 Euro wirken die „Kulanz-Angebote“ von Elitepartner von 20% Rabatt wie Hohn und Spott. Eine Klage lohnt sich auch nicht wirklich da bei so einem Streitwert ohne Rechtsschutzversicherung nicht. Im Falle eines positiven Ausgang des Gerichtsverfahren, fallen ca. 300 Euro Anwaltskosten an und die Chance ist je nach Bundesland unterschiedlich. Wer es wirklich drauf ankommen lassen möchte, sollte sich das Geld zurückbuchen lassen und allen Mahnungen widersprechen und das Verfahren durch ein Gericht klären lassen.

Fazit über Elitepartner

Die Partnersuche ist für Elitepartner.de ein lukratives Geschäft, das genau da ansetzt wo die meisten Singles empfindlich zu treffen sind. Denn der Wunsch nach einer harmonischen Beziehung lässt – je länger jemand diesen hat – Vorsicht über Bord gehen und der Naivität großen Spielraum. Genau jenem Gefühl, dass Profis im Abzocken wie Elitepartner.de offenbar für die eigenen Belange perfekt auszunutzen versteht.

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