Karneval 2013 – Die Jecken sind los

von Emilia Schmidt 16. Januar 2013


Närrisches Treiben um Rosenmontag, Faschingsdienstag und Aschermittwoch herum ist aus der gesamten Bundesrepublik bekannt. Nicht nur in den Karnevals-Hochburgen Mainz und Köln sind bunte Umzüge geläufig. So bezeichnet sich beispielsweise die Dithmarscher Kleinstadt Marne selbst als Karnevals-Hochburg des Nordens. An die Feierlichkeiten, wie sie das Rhein-Main-Gebiet erlebt, kann der norddeutsche Karneval jedoch kaum heranreichen.

Historische und religiöse Hintergründe des Karnevals

Der Beginn der Karnevalszeit wird je nach Lesart am 11. November oder 6. Januar gesehen. In den Gegenden, die den 11. November als Karnevalsbeginn sehen, wird das diesjährige Prinzenpaar vorgestellt, jedoch kaum närrisches Treiben begangen. Nach der beschaulichen Weihnachtszeit beginnen dann überall die Vorbereitungen: Kostüme werden hergestellt und die Wagen für die Umzüge gebaut und geschmückt und der Sitzungskarneval beginnt. Seit dem Altertum ist die Aufhebung zwischen den Ständen zu dieser Jahreszeit bekannt. Dieses Credo blieb bis in die heutige Zeit erhalten: Respektlos geben sich die Narren gegenüber der »Obrigkeit« und mit Kritik wird nicht gespart. Die Rolle, die dabei im Mittelalter der Kirche zukam, übernimmt heute die Politik.

Drei tolle Tage

Nach vielen Narrensitzungen beginnt am Rosenmontag die Hochzeit des Karnevals mit öffentlichen Umzügen und vielen Veranstaltungen. Tausende von Besuchern strömen in die Karnevals-Hochburgen, um an Sitzungen und dem Straßenkarneval teilzunehmen. Es werden meist die Politik und ihre Vertreter, jedoch auch das allgemeine Zeitgeschehen kritisch und respektlos ins Visier genommen. Vielerorts ruht die Arbeit und die Schulen schließen. Der Alkoholkonsum steigt erheblich.

Karneval in Köln

Der Donnerstag vor Aschermittwoch kennzeichnet in Köln den Übergang zum Straßenkarneval. In vorangegangenen Sitzungen wurde bereits die fünfte Jahreszeit eingeläutet, doch nun haben die Frauen das Regime: Stellvertretend für die männliche Macht verlieren viele Herren ihre Krawatte, die die tollen Weiber abschneiden. Traditionell wird dieser Tag – oder besser dieser Abend – kostümiert in Kneipen und Gaststätten gefeiert. Der Weiberfastnacht schließen sich Karnevalsfreitag und -samstag an, die von den ersten Umzügen am Sonntag abgelöst werden: Der Schull- und Veedelszöch zieht nun durch die Straßen, während der Rosenmontag den Höhepunkt des Kölner Karnevals mit dem Rosenmontagsumzug bildet. Funk und Fernsehen haben diesem Umzug ein breites Publikum verschafft. Am Veilchendienstag, wie er in Köln genannt wird, kommt es zur öffentlichen Verbrennung des »Nubbel« – einer Strohpuppe – und am Aschermittwoch »ist alles vorbei«.

Mainzer Fastnacht

Auch in Mainz kommt es zum Rosenmontagsumzug, dies nun bereits seit über 170 Jahren. Ähnlich wie in Köln ziehen geschmückte Wagen mit satirischem Programm durch die Straßen. Die Politisierung des Karnevals scheint eindeutig von Mainz auszugehen, denn hier übte man schon 1846 deutliche Kritik an der damals eingeschränkten Pressefreiheit. Auch ohne Umzug ist die Mainzer Fastnacht ein Straßenfest: Zentraler Treffpunkt der Narren ist der Fastnachtsbrunnen am Schillerplatz.

Bonner Karneval

Der Bonner Karneval 2013 ist von einem unerwarteten und bedauerlichen Ereignis überschattet: Aufgrund einer akuten Erkrankung kann Marc Metzger in diesem Jahr nicht teilnehmen und musste leider absagen. Ersatz wird noch gesucht.

Aschermittwoch
Am Aschermittwoch ist alles vorbei und die Christliche Fastenzeit 2013 beginnt.

Verkleidung und Kostüme für Karneval
Ob Masken, Kostüme, Cowboy oder Superheld – jedes Jahr geht die Suche nach dem passenden ausgefallenen Kostüm von vorne los. Bei der Suche nach dem passenden Kostüm können Online-Shops wie Amazon oder Karnevalswierts weiterhelfen.

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