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BahnCard – Ärger mit dem Abo!

von Emilia Schmidt 29. November 2012


Fünf Wochen vor Ablauf meiner BahnCard 50 erhielt ich einen Brief von der Deutschen Bahn mit einer neuen BC50 für das kommende Jahr.

Überrascht von der neuen BahnCard wurde die kostenpflichtige Kundenhotline der Bahn angerufen. Bei der Kundenhotline muss sich erst durch einen nervigen Roboter „geklickt“ werden, jedoch konnte ich mittlerweile die Erfahrung machen,dass man mit den Menüpunkten 4 und anschließend 1 am schnellsten beim BahnCard Service landet.

Der Hotline-Mitarbeiter informierte mich darüber, dass ich mit dem Abschluss einer BahnCard ein Abo abgeschlossen habe und diese Fristgerecht spätestens 6 Wochen vor Ablauf der BahnCard kündigen muss. Sicherlich mag der Hinweis mit dem Abo, wie der Callcenter Mitarbeiter so schön sagte „an jeder Ecke“ stehen, dennoch habe ich diesen bewusst nie wahrgenommen.

Durch eine sofortige Reaktion habe ich es dennoch geschafft aus meinen Abo-Vetrag rauszukommen.

Schritt 1 – BahnCard sofort kündigen

Mit dem Erhalt der neuen BahnCard wurde sofort ein Kündigungsschreiben und zusätzlich ein Widerrufsschreiben aufgesetzt und per Fax an die Bahn geschickt. Nach ein paar Tagen erhielt ich eine Antwortmail, wobei folgender Auszug sehr interessant ist:

Ihrem Wunschtermin können wir leider nicht entsprechen: Eine Kündigung ist mit einer Frist von 6 Wochen zum Gültigkeitsende der Karte möglich. Wir bitten dafür um Verständnis.

Möchten Sie den Termin für das Folgejahr wahrnehmen? Dann brauchen Sie nichts weiter zu unternehmen – wir werden den Termin für Sie vormerken und bestätigen die Kündigung zum 14.12.2013.

Schritt 2 – BahnCard sofort zurückschicken

Als zweiter Schritt wurde parallel die neue BahnCard mit einem Schreiben als Einschreiben zurück an die DB Fernverkehr AG, Bahncard-Service, 60643 Frankfurt am Main geschickt.

Kündigung meiner BahnCard 50 Nr. XXXX XXXX XXXX XXXX

Sehr geehrte Damen und Herren,

ich habe vor einem Jahr eine BahnCard 50 erworben. Bei Kauf der Bahncard 50 wurde mir weiterhin mitgeteilt, dass ich die Vorteile der BahnCard ein Jahr lang nutzen könne, was für mich jedoch irrelevant ist, da ich selten Fernreisen via Bahn unternehme. Natürlich wollte ich gerne Geld sparen und willigte ein.

Darüber, dass ich mit dem Kauf einer BahnCard ein Abonnement abschließe, das sich automatisch verlängert, wurde ich jedoch beim Kauf mit keinem Wort aufgeklärt.

Ich war etwas erstaunt eine neue BahnCard in meinem Briefkasten vorzufinden und durch ein Anruf bei der BahnCard Hotline erfuhr ich, dass ich ein Abonnement abgeschlossen hatte.

Da ich die BahnCard nicht benötige und mit einer Verlängerung des Abonnements nicht einverstanden bin, sende ich Ihnen hiermit die unbenutzte BahnCard zurück. Ich kündige hiermit das Abonnement, hilfsweise zum nächstmöglichen Termin. Ich bitte Sie, meinem sofortigen Kündigungswunsch nachzukommen.

Für eine schnelle und unkomplizierte Bearbeitung meines Anliegens bedanke ich mich im Voraus.

Mit freundlichen Grüßen,
Max Mustermann

Mein schreiben ist am 14.11.2012 bei der Bahn eingegangen und am 27.11.2012 erhielt ich eine Musterantwort, die mir eindeutig mitteilte das ich nicht aus dem Abo herauskomme.

vielen Dank für Ihr Schreiben vom 14. November 2012.

Fehler oder Missverständnisse lassen sich leider nie ausschließen, auch wenn unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beim Verkauf von BahnCards sehr sorgfältig arbeiten. Im Nachhinein können wir einzelne Punkte des Verkaufsgesprächs nicht mehr nachvollziehen.

Unsere Abonnement-Regelung gilt bereits seit Dezember 2002. Unsere Bestellformulare beziehen diese selbstverständlich mit ein: Auf dem BahnCard-Bestellschein wird mehrfach auf das Abonnement hingewiesen. Sie können diesen Bestandteil unseres Vertrages auch in all unseren Verkaufsstellen oder im Internet unter www.bahn.de/agb nachlesen. Wir bitten Sie um Verständnis, dass wir rückwirkend keine Vertragsänderungen durchführen können. Vielen Dank.

Auf das Musterschreiben folgte wiederum eine Antwort, dass ich für diesen Vorgang kein Verständnis habe mit der Bitte meinen Fall noch einmal zuprüfen. Da auf Grund der Rechnungsstellung der BahnCard die Zeit drängte und ich nicht beim Inkasso-Dienst landen wollte, rief ich am 29.11.2012 wieder bei der Bahn an, wo mir anschließend mitgeteilt wurde, dass meine Bahncard storniert wurde!!!

Auch wenn es etwas kompliziert war, es ist möglich aus dem Abo rauszukommen, wenn sofort reagiert wird. An dieser Stelle VIELEN DANK an die Deutsche Bahn für das kulante Entgegenkommen!

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anonymundso
anonymundso
8 Jahre zuvor

ich bin ledeglich 2 wochen zu spät dran gewesen und ich werde das scheiss abo nicht los. 3x angerufen 2 briefe, in denen ich erklärt habe, dass mir als Student leider das geld in zukunft fehlt, weil es einen unterhaltsstreit gab. ich habe mehrmals drauf hingewiesen, dass ich sie mir nicht leisten kann, und sie wird mir dennoch nun aufgezwungen.

Benjamin
8 Jahre zuvor
Reply to  anonymundso

Hallo anonymundso,

hast du die Bahncard schon an die Bahn mit einem schreiben zurück geschickt? Bei mir hat es geholfen auch wenn ich bis heute keine Kündigungsbestätigung bekommen habe.

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